Die starke Frau im Labor

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Katja Krönke-Wiegmann ist Medizinisch Technische Assistentin am Institut für Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene in Köln. Ihre langjährige Arbeit in der Forschung ist in einer Vielzahl von Publikationen dokumentiert. Neben ihrer fachlichen Kompetenz steht sie allen mit Rat und Tat zur Seite, motiviert, korrigiert, rettet, lehrt und vieles mehr. Ohne sie wär so manch ein Doktorand oder Diplomand mehr als aufgeschmissen.


 

Ihr Weg zur Wissenschaft

Einer zweijährigen Ausbildung an der MTA-Schule der Medizinischen Hochschule Hannover folgte die Examensprüfung und Jobsuche. `Ich hatte vorher nicht überlegt, ob ich in die Forschung gehen möchte´, erinnert sie sich. Eine Stelle in der Diagnostik hätte sie auch genommen, nur um erst einmal Berufserfahrung zu bekommen. Es sollte bei ihr aber doch die Forschung werden und bleiben.

Wo hast Du Dich gesehen?

In den ersten Jahren hatte sie keine konkreten Erwartungen. Sie wusste, dass ihr wissentschaftliches Arbeiten liegt, da sie immer viel Spass an der Arbeit hatte. Ihre Entscheidung, weiter wissenschaftlich zu arbeiten, kam erst später. `Ich bin an einem Punkt angelangt, wo ich schon viele Projekte im Team und auch persönlich erfolgreich abschliessen konnte´, berichtete Katja. Sie hatte immer die Gelegenheit sich technisch weiter zu entwickeln und Vorgesetzte, die ihre Arbeiten und Ideen unterstützt haben. `Mein größter Erfolg war die Erstautorenschaft 1996 in Cell´, fügt sie stolz hinzu.

Grosse Entdecker und Entdeckungen

Nicht die allergrößte Errungenschaft, aber ein Meilenstein in der Immunologie, ist für sie die Erfindung der monoklonalen Antikörper. Es gäbe allerdings unendlich viele gute Ansätze, die Aussicht auf Erfolg hätten. Als besondere Neuerungen hebt sie die Weiterentwicklungen bei Impfstoffen und die Behandlung von HIV hervor.
Als bedeutende Wissenschaftler benennt sie die Watson und Crick, die 1953 die Struktur der DNA beschrieben. Sie erhielten im Jahre 1962, zusammen mit Wilkins, den Nobelpreis der Medizin für Ihre Arbeit.

Was sie sich von der Wissenschaft wünscht

Katja wünscht sich von der Wissenschaft neue Methoden zur Früherkennung von Krebserkrankungen.
Von der Zukunft der Forschung erhofft sie sich daher Neuerungen auf diesem Gebieten, mit mehr therapeutischen Ansätzen und Zielen. Ausserdem einen Durchbruch in der infektiologischen Forschung im Bezug auf Imfungen und Antibiotikaresistenzen.

Benennen von Entdeckungen

Krönke-Wiegmann nennt selber keinen Namen, den sie gerne vergeben hätte. Dennoch findet sie, dass es viele wichtige, noch nicht gelöste Fragen in der Wissenschaft gibt und dass eine Benennung dem Wissenschaftler zukommen sollte, der die Entdeckung gemacht hat.

Kritik

`Die Qualität der Publikationen sollte nicht ausschließlich über den Impact-Faktor bewertet werden´, erklärt sie. Auch kleine Erfolge die nicht so gut publiziert worden seien, könnten zu einem späteren Zeitpunkt eine große Rolle spielen. Vor allem die jungen Akademiker sollten ihrer Meinung nach nicht nur nach ihrer Publikationsliste bewertet werden, sondern nach persönlichem Können und Einsatz.

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